Amy & Matthew

Amy & Matthew- was ist schon normal? Von CammieMcGovern

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Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen?

 Mein Leseempfinden:

Vielleicht ist es dir nicht bewusst, aber, wenn man behindert ist, sagt einem fast niemand die Wahrheit. Wahrscheinlich ist es ihnen zu unangenehm, weil die Wahrheit so grausam scheint. Es war sehr mutig von dir auf das verkrüppelte Mädchen zuzugehen und ihr zu sagen: Wisch dir das heitere Lächeln aus dem Gesicht und sieh der Realität ins Auge. (Seite 36)

Ich glaube dieser Satz zeigt ziemlich deutlich, wie hart und ehrlich dieses Buch manchmal sein kann, aber um ehrlich zu sein, gebe ich Amy und ihrem Zitat recht und würde mich genauso wie die meisten verhalten und genau zu diesem Gedanken hat mich dieses Buch angeregt, aber auch noch zu vielen weiteren Gedanken und Erkenntnissen…

Das Buch fängt damit an, dass Amy Matthew im Sommer schreibt und dass ihn nervös macht, er sich aber auch freut. Amy will in ihrem letzten Jahr an der Highschool Freunde finden und deswegen sollen ihr in der Schule anstatt Erwachsenen Schüler helfen und was am Anfang aufgezwungen rüberkommt, entwickelt sich zu einer Freundschaft, die es sonst nicht gegeben hätte. Denn nicht nur in Matthew findet Amy einen Freund, sondern auch in Sarah, Chloe und Sanjay.

Man hat echt Mitleid mit Amy, die komplett isoliert ist von ihren Mitschülern, aber dennoch will, dass jeder denkt, dass sie glücklich ist und erst Matthew durchschaut sie.

Es ist schön mit anzusehen, wie sich ihre Freundschaft entwickelt und wie sie lernen sich gegenseitig zu vertrauen. Was ich aber nicht verstehe, warum aus dem Fehler auf dem Abschlussball so ein großes Ding gemacht wird, da ich es als nicht so schlimm entfunden habe.

Die Geschichte ist eine komplett andere und berührt einem auf eine Weise, die man gar nicht beschreiben kann und deswegen sollte man dieses Buch lesen, einfach um dies spüren zu können.

Das Einzige, was mich leicht gestört hat, war der Schreibstil, zwar hat mir die Idee mit den eingebauten Emails gefallen, jedoch war es sonst eher unorganisiert und wäre bestimmt besser rübergekommen, hätte die Autorin bei dem Erzählperspektivenwechsel aus der Ich- Sicht geschrieben, allein schon, um die Gefühle zu verdeutlichen.

Mein Fazit:

Ein gelungener Roman von eher unbekannten Autorin, von der ich gerne noch mehr lesen würde. Die Geschichte berührt einen und ist überhaupt nicht klischeehaft. Auf jedem Fall eine echte Empfehlung! Jedoch konnte sie mich nicht komplett mitnehmen und ich kann ihr leider keine fünf Blumen geben. Trotzdem ist die Geschichte von Amy& Matthew eine ganz besondere und sollte in keinem Bücherregal neben Büchern wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter fehlen!

Dana

Weitere Infos hier !

vier Blumen

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