Was uns bleibt ist jetzt

Was uns bleibt ist jetzt von Meg Wolitzer9783570162941_Cover.jpg

Inhalt:

Jam durchlebt die erste große Liebe zu Reeve so intensiv wie nichts zuvor. Dann stirbt Reeve und für Jam macht das Leben keinen Sinn mehr. Ein Internat für traumatisierte Teenager soll helfen, und speziell eine exklusive Literaturklasse, der Jam zusammen mit nur vier anderen Schülern zugeteilt wird. Ihre Lehrerin, Mrs Q, gibt ihnen Tagebücher mit. Nichts Neues, denkt Jam, aber als die Jugendlichen dann wirklich nachts darin schreiben, geschieht etwas Unvorstellbares: Sie gelangen nach Belzhar, in die Welt ihrer eigenen Vergangenheit vor dem schrecklichen, alles verändernden Ereignis. Gierig saugt Jam die Zeit mit Reeve in sich auf. Doch mit jeder Seite nähert sich der Tag, an dem sie sich der Wahrheit stellen muss. Ist sie bereit, ihre Zukunft zu opfern, um in der Vergangenheit glücklich zu sein, oder gibt sie der Zukunft eine Chance, sie noch glücklicher zu machen?

Mein Leseempfinden:

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, denn der Buchrücken (oben der Inhalt ist der Klapptext) war nicht gerade sehr informativ, hat mich aber neugierig gemacht.

Es ist wirklich erstaunlich, wie man die Sicht über dieses Buch und die Protagonisten während des Buches ändert und was das in einem auslöst.

Am Anfang denkt man, dass Jam einfach nur ein schreckliches Erlebnis hatte, doch im Laufe der Zeit lernt man mehr über diesen Vorfall und sieht das geschehen und ihr Verhalten immer aus anderen Perspektiven, was einem manchmal etwas verwirrt und einem am Ende den ganzen Sinn des Buches hinterfragen lässt und einem am Ende das Buch auch ein bisschen verdirbt, was wirklich sehr schade ist, weil es echt viel gibt, was zum Nachdenken und weiterdenken anregt.

Wir haben alle nur eine Stimme und die Welt ist so laut. Manchmal denke ich, die Stillen haben begriffen, dass man Aufmerksamkeit am besten erreicht, indem man nicht laut herumschreit, sondern flüstert. Dann müssen alle besonders genau hinhören. (Seite 37)

Der Unterricht bei Mr Quenell war schon ziemlich besonders, aber vor allem besonders lehrreich und man konnte auch selber seine Schlüsse daraus ziehen und auch die Tagebücher, durch die man nach Balzhar gelangt, bringen einem zum Nachdenken. Ich glaube die Autorin wollte damit ausdrücken, dass man durch das Schreiben seine Ängste und schlimme Ereignisse verarbeiten kann, indem man diese noch einmal erlebt und hinterher damit abschließt. Diese Botschaft finde ich gut überlegt und kann der Autorin nur recht geben.

In dem Buch treffen fünf Jugendliche im Unterricht aufeinander, die unterschiedlicher nicht seinen könnten. Die meisten haben eher psychische Probleme, doch Casey sitzt zudem noch im Rollstuhl. Jeder hat eine andere Geschichte, die alle komplett unterschiedlich sind, aber die Jugendlichen auch zusammenschweißt und sie sich öffnen. Im Laufe des Buches entsteht dadurch eine wunderbare Freundschaft zwischen allen.

Der Schreibstill konnte bei mir noch einmal zusätzlich punkten, denn dadurch konnte man in Jams Gedanken eintauchen und wie diese sich im Laufe der Zeit ändern und ihre Sicht verändern. Man merkt auch, dass sie sich selber Dinge verschweigt und nicht wahrhaben will oder Sachen falsch deutet.

Mein Fazit:

Es ist auf jedem Fall ein Buch, wo ich nicht weiß, wo ich es hinstecken soll, weil es kein klassisches Jugendbuch ist, sondern viele tiefgründige Themen behandelt, aber oberflächlich auch leicht Fantasy ist. Doch wenn man über dieses Buch nachdenkt, kriegen viele Dinge auch noch einmal eine andere tiefgründige Bedeutung. Auf jedem Fall ein tolles Jugendbuch, was durch seine Tiefgründigkeit punkte kann.

Dana

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drei Blumen

 

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