Alles was ich sehe

Alles was ich sehe von Marci Lyn Curtis

Inhalt:9783551560223

Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt.
Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.

Mein Leseempfinden:

Maggie hatte vor ihrer Erblindung nur ein Ziel: Profi- Fußballspielerin werden und ihre Mutter stolz machen, doch jetzt ist das alles weg. Sie kann nichts mehr sehen und dies wird auch so bleiben, doch auf einmal kann Maggie Ben sehen und freundet sich mit diesem an. Maggie genießt die Momente mit Ben, denn es sind die einzigen Momente in denen sie sehen kann. Sie fragt sich zwar warum sie nur ihn sehen kann, doch forscht nicht weiter. Was sich hinterher als Fehler herausstellt…

Ich war blind. Für immer. Ich durfte mich nicht an die Fetzten meiner Vergangenheit klammern, während die Gegenwart ohne mich weiterging. (Seite 407)

Eins merkt man in diesem Buch. Menschen sind oft viel stärker als sie es denken und genauso war es bei Maggie, denn sie denkt, sie hat alles mit ihrem Augenlicht verloren und sofort bekommt man Mitgefühl mit ihr, denn, wenn man Einblicke in ihr orientierungsloses Leben bekommt und merkt wie sich ihr Umfeld geändert hat, kann man nicht anders als mit ihr zu fühlen und umso schöner wird es, wenn Maggie kleine Erfolge feiert, denn sofort ist man wieder mit drin und freut sich, dass sie immer mehr ihrer Normalität zurückbekommt.

Ich habe vorher noch kein Buch aus der Sicht einer Blinden gelesen und habe es mir auch komisch vorgestellt, sich kein Bild von der Umgebung der Geschichte zu machen, doch ich muss sagen, dass es einen der Geschichte eher nähergebracht hat und man einen hautnahen Einblick in die Welt einer Blinden bekommen hat.

Deswegen kann ich sagen, dass die Erzählperspektive aus Sicht von Maggie genau richtig war und auch sonst die Autorin einen mitfühlen lassen hat und oft viele Emotionen wecken konnte.

Wobei ich sagen muss, dass man am Anfang einen komplett falschen Eindruck von Maggie bekommen hat, denn das Buch fängt an, als sie bei einem Sozialberater war und erst hinterher wird einen Blick auf ihr vorher so perfektes und geordnetes Leben geworfen hat. Man fühlt zwar von Anfang an mit ihr mit, jedoch kann man sich erst später mit ihr identifizieren.

Die anderen Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und sind ein bunter Mix, denn alle gehen anders mit ihrer Erblindung um… ihre Eltern und ehemalige Freunde behandeln sie wie einen anderen Menschen, die anderen Erblindeten haben sich mit ihrem Schicksal abgefunden und verlangen von Maggie das gleiche und Ben ist einfach für Maggie da und stellt die perfekte Mischung da.

Mein Fazit:

Ein tiefgründiges Buch und ein gutes Buch für schöne Lesestunden mit dem gewissen Etwas. Denn es ist auf jedem Fall anders als andere Bücher, in denen viel beschrieben wird. Hier gibt es nicht viel zu beschreiben und man kann sich gut in Maggie hereinversetzen.

Auf jedem Fall lesenswert!

Dana

Mehr Infos gibts hier

fünf Blumen

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